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Liebes Deutschland

Gedichte
BuchGebunden
EUR44,00

Produktbeschreibung

Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts war Alfred Kerr der prominenteste und eigenwilligste Theaterkritiker deutscher Sprache. Unverwechselbar (und nicht selten imitiert oder parodiert) Anlage, Stil und Ton seiner Prosa. Alfred Kerr verstand die Kritik als gleichberechtigtes Gegenstück zu ihrem Objekt und sich selber als schöpferischen Künstler. »Ich bin ein Dichter«, rief er im jungen Berliner Rundfunk.
Seinem Sprachvermögen, seiner Sprachlust, seinem Sprachspiel zog die Prosa keine Grenze. Immer wieder, sogar als Kritik, drückte Alfred Kerr sich im Gedicht aus, benutzte er, wie so viele seiner Generation, den Gelegenheitsvers, polemisch, spöttisch, doch oft auch begeistert: Dann fand der Wortkünstler den eigentlichen lyrischen Ton.
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Details

ISBN/GTIN978-3-10-049506-8
ProduktartBuch
EinbandGebunden
FormatLeinen
Erscheinungsdatum01.03.1998
Auflage1. Auflage
Reihen-Nr.2
SpracheDeutsch
Gewicht318 g
Artikel-Nr.1003305
KatalogVLB
Datenquelle-Nr.007510704c004d0a94b1c30d64b4d4c2
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Mayatürk, Jahrgang 1986, ist eine junge türkische Filmemacherin und Lyrikerin, die mittlerweile in Berlin lebt. Ihre Gedichte umkreisen schmerzvolle Liebeserfahrungen, innere Verletzungen und äußere Abhärtungen, die verhängnisvollen Paradoxien zerbrechender Gefühle, in einem oft vehement selbstbestärkenden Ton.

"Brache// Die früh aus der Brache gerissene Erde/ Ist jetzt verkrustete Wüste.// Betrauer nicht die Erde/ Versteh die Wüste."

Mayatürks Gedichte lassen mich glücklich zurück nach einer ebenso leichtfüßigen wie nahegehenden Lektüre.
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Weltbeschreibend, naturverbunden, reimfrei. Ein schöner Lyrikband zum Verschenken oder selbst lesen - am besten irgendwo im Grünen.

Mein Lieblingsgedicht: "Aufräumen", S. 86.

Autor/in


Alfred Kerr (ursprünglich Kempner), Deutschlands meistbewunderter und meistgehaßter Theaterkritiker seiner Zeit, wurde 1867 in Breslau geboren und studierte Literaturwissenschaft in Berlin.
Er war Mitarbeiter zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften, unter anderen an der Breslauer Zeitung, am Tag, dem von ihm geleiteten zweiten Pan und am Berliner Tageblatt.
In Buchform veröffentlichte er, neben einer fünfbändigen Sammlung seiner kritischen Arbeiten, vor allem Reiseprosa und Gedichte. 1933 Flucht aus Deutschland. Mühselige Existenz, erst in Paris, später in London.
1948 erlitt er, als Besucher in Hamburg, einen Schlaganfall und nahm sich das Leben.

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